Bilder, Objekte, Dokumente von Herbert Distel, Julia Geiser, HUS, Res Ingold, Walter Kretz, Claude Kuhn und Raphael Urweider
Vernissage: Do 03.12. 18:00 – 21:00
Finissage: Sa 09.01. 18:00 – 21:00
Kulturmuseum Bern, Schützenweg 22
Nicht ankommen. Abreisen.
Wohin? Gute Frage. Von der geschützten Werkstatt ins Reservat? Ab ins Museum? Sehnsucht nach Niemandsland? Terra Nullius. Wem gehört die Welt? Meine. Deine.
Aus Spiel und Kult hat sich Kunst entwickelt. Mitmachen war stets angesagt, blosses Zuschauen war nicht vorgesehen, Rollenverteilungen gab es zwar immer. Spezialisten ragten heraus und allmählich trennte sich die Kultgemeinschaft in Aktive und Passive, Akteure und Publikum.
Ganz passiv ist kein Publikum. Es fiebert mit oder langweilt sich, versteht sich als Jury und macht aus, wer Kenner und wer Banause ist. Es ordnet ein. Jedes Pflänzchen ins vorgesehene Beet. Wer den Code kennt, gehört dazu. Wer nicht, bleibt allein.
Besuchen wir deshalb nur Orte, die wir schon kennen?
Eine Reise ins Niemandsland braucht Mut. Unsere Destinationen werden Sie nicht bestätigen. Sie werden Sie ermächtigen. Und wir bringen Sie hin. Digitale Collagen von Julia Geiser erschliessen poetische Welten. Walter Kretz lädt – mit einer Ausstellung die gar nicht stattfindet – zum Besuch geheimer Orte ein. Die Kunstreise von HUS führt uns von der digitalen Realität zur analogen Existenz. Herbert Distels Dokumentation der Seefahrt eines Eis leitet uns von der Gegenwart in die Kunstgeschichte. Geistige Reisen ermöglichen Claude Kuhns neuste Trump Bilder und sein Redesign liturgischer Kopfbedeckungen. Mit Raphael Urweiders Budget-Bonsai-Bäumen – sie sind dem Sommer 2026 zum Opfer gefallen – setzen wir die Odysee der Menschheit gemeinsam fort. Die Plakate von Res Ingold sind Zeichen unserer langjährigen, erfolgreichen Partnerschaft mit den Ingold Airlines.
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Ihre Reise ins Niemandsland wird begleitet durch Lesungen, Gespräche, Konzerte und Festtage. Willkommen im Kulturmuseum Bern.
Die Reise ist frei.

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